Die Idee

Nahrung, Wasser und Energie sind die beherrschenden Themen unserer Zeit. Mit einem Bevölkerungswachstum von derzeit 7 Mrd. Menschen auf über 9 Mrd. im Jahr 2050, steigt die Nachfrage nach hochwertigen Nahrungsmitteln allen voran:   Fisch.  

Bereits heute sind Fische und Meeresfrüchte die primäre Proteinquelle für ein Drittel der Weltbevölkerung. Fische sind das meist gehandelte Nahrungsmittel der Welt und die Nachfrage steigt weiterhin kontinuierlich an. 

Die wild lebenden Fischbestände stagnieren seit Jahrzehnten und sind tendenziell rückläufig. Die globale Überfischung der Gewässer und die zunehmende Verschmutzung der Meere und Süßwassergewässer haben zu einem gravierenden Mangel an Nachwuchs geführt. Bereits heute werden über  40%  des weltweiten Fischkonsums von derzeit 160 Mio. Tonnen jährlich aus Aquakulturen gedeckt, Tendenz steigend. Doch das weitere Wachstum der konventionellen Aquakultur ist schon jetzt an seine Grenzen gestoßen, quantitativ und qualitativ.

 

Europa und die USA haben begonnen, der fortgesetzten Zerstörung von Küstenregionen, der Durchmischung und Verdrängung natürlicher Bestände sowie der Bedrohungen von Mensch, Tier und Natur durch den  Einsatz von Impfstoffen, Antibiotika, Pestiziden und anderen belastenden Chemikalien einen Riegel vorzuschieben, andere Länder folgen.  

Wie also kann die steigende Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Produkten auf der einen und die wachsenden Ansprüche an Qualität und Herkunft, auf der anderen Seite gedeckt werden, ohne dass unsere Umwelt kollabiert? Wie können die Ressourcen Nahrung, Wasser und Energie bestmöglich aufeinander abgestimmt, eingesetzt und genutzt werden?  

 

Wir von AquaFARM haben die aktive Mitwirkung bei der Lösung dieser Aufgabenstellung zu unserer Mission erklärt. Wir haben uns diesem Projekt verschrieben. Wir haben weltweit nach innovativen Forschungsansätzen, intelligenteren Technologien und Lösungen sowie zukunftsweisenden Anwendungen gesucht. Wir haben sie gefunden! Die Lösung liegt in der nächsten Generation landbasierter Indoor Vollkreislauf – Fischzuchtanlagen (RAS).

 

Das Projekt AquaFARM integriert die neuesten Forschungsergebnisse und verfügbaren Techniken mit den Praxiserfahrungen aus Referenzen der Technologieführer der Indoor‐Aquakultur.

Gerne stellen wir Ihnen das wirtschaftliche und  ökologische Potential dieses Indoor­‐Fischfarm-Systems ­‐ der AquaFARM ­ vor. Der Baustart für die neueste Generation der landbasierten Vollkreislauf-Fischzuchtanlagen ist für das Frühjahr 2020 geplant.  

AquaFARM wird weitgehend vom öffentlichen Netzen autark produzieren. Mit einem Erdgas-BHKW werden die Grunderfordernisse bereitgestellt, der Sonne (Photovoltaik, Solar), der Luft (Luft-Wärmekopplung) und der Wärmerückgewinnung aus dem BHKW und den Kompressoranlagen werden hochwertige Fische und Fischprodukte in Spitzenqualität produziert.

 

Auf das Wohlbefinden und die Gesundheit aller Fische der Anlage wird höchstes Augenmerk gelegt, es kommen keine chemischen oder pharmazeutischen Zusätze, keine Medikamente zur Verwendung. Durch spezielle Filter- und Reinigungstechniken garantieren wir eine ausgezeichnete Wasserqualität. Das zugeführte Flusswasser in ständig kontrollierter Trinkwasserqualität. Mit einer Tagesmenge von 1.700 m³ wird die Versorgung der Aquafarm mit dem täglich benötigten Frischwasser von ca. 1.700 m³ garantiert.

Die geplante Jahresproduktion von 10.000 Tonnen Fisch der Spezies, Afrikanische Welse, Regenbogenforellen, Zander, Niltilapia Pangasius und Störe wird in fünf voneinander unabhängigen Indoor Kreislaufzuchtanlagen (RAS) erreicht.

Die Bereiche Großgarnelen in zwei weiteren Hallenbereichen.

 

Afrikanische Welse

Der Afrikanische Raubwels besticht durch sein fast grätenfreies, sehr festes rotes Fleisch. Es orientiert sich eher an Kalbfleisch als nach Fisch und bleibt beim Braten in einer stabilen Form. Auch den bei anderen Fischen typische Geruch gibt es bei Wels nicht wodurch er auch für viele andere Produkte Verwendung findet.

 

Regenbogenforellen

Das Fleisch der Regenbogenforelle ist weiß, zart und würzig sowie fettarm. Die leicht zu entfernenden Gräten machen sie zu einem beliebten Speisefisch. Regenbogen schmecken besonders pochiert, gedünstet, gebraten oder gegrillt ausgezeichnet und werden auch geräuchert in Aufstrichen gerne angenommen.

 

Zander

Der Zander ist ein hochwertiger und in unseren Breiten sehr beliebter Speisefisch. 

Zander werden als Frischfisch, gefrosteter Fisch, geräuchert in verschiedenen Geschmacksrichtungen, Fischaufstriche, Pasteten, Fischmayonnaisen, Fischsalate und Produkten im Connveniencebereich angeboten.

 

Niltilapia

Tilapia der auch als Buntbarsch bekannt ist, schmeckt gut und trägt dazu bei, die Überfischung der Meere einzudämmen. Tilapia aus Wildfang ist die absolute Ausnahme, fast immer kommt der Süßwasserfisch aus Aquakulturen. Wird hier zulande fast immer als Frostware aus Asien angeboten. Die damit verbundenen Vorbehalte wollen wir mit unserer Zucht entkräften.

 

Pangasius

In Europa wird vor allem der fettärmere Pangasius hypophthalmus angeboten. Pangasius hat von Natur aus einen geringen Eigengeschmack. Geschätzt wird aber neben seiner saftigen Konsistenz genau dieser milde Geschmack. Findet in vielen anderen Anwendungsbereichen wie Fischpasteten, Aufstrichen seine Anhänger.

 

Störe / Kaviar

Die Krönung des Projekts sind die verschiedenen Störarten, (Beluga, Sternhausen, Sibirischer- und Russischer Stör). Sie stehen bereits seit Jahren auf den roten Listen für vom Aussterben bedrohter Tierarten. Das Hauptaugenmerk der Störzucht liegt in der Produktion verschiedenster Kaviarsorten, wobei eine vollkommen neue Technik der Kaviargewinnung angewendet wird.

Kaviar in den am Markt befindlichen Qualitäten konnte bisher erst nach einer Anlaufphase von mehreren Jahren gewonnen werden. Dieser Bereich der Zucht und Verarbeitung erfordert ein sehr hohes Maß an Fachwissen und jahrelanger Erfahrung im Umgang mit diesen Fischen. Der Stör wird zur Ernte des Kaviars nicht mehr getötet sondern mit einer patentierten Technik, der im Alfred Wegner Institut für Meeresforschung entwickelten "Abstreifmethode" geerntet.

Ohne dem Fisch dabei Schaden zuzufügen kann der Stör über viele Jahre hinweg in geringen Besatzdichten in Großbecken gehalten werden und seinen Kaviar in immer steigender Qualität anbieten.

 

BIO-Dünger

Als weiteres Produkt in der Aquafarm fällt hochwertiger Dünger für alle Bereiche des Gartenbaues an. Hergestellt aus den Ausfilterungen der Zuchtanlagen. Getrocknet und gemahlen wird der Dünger verpackt und zum  Kauf angeboten.

 

Aquaponik / Hydroponik

Ein wesentlicher Bestandteil des Gesamtkonzeptes ist die Aquaponikanlage, sie trägt wesentlich zur Wasserqualität bei und ermöglicht gleich mehrere Nutzungsmöglichkeiten. Erstens die Reinigung des Fischwassers von Restbeständen die so nicht in ein öffentliches Netz oder Rückführung in ein Fließgewässer eingeleitet werden können. In der Aquaponikanlage auf einer Fläche von ca. 19.000 m² wird das Fischwasser in die Pflanzanlagen geleitet und von diesen von allen Nährstoffen befreit. Zweitens sind damit keine zusätzlichen Düngergaben notwendig, drittens ist das Wasser frei von Belastungen und kann ohne weitere Klärung abgeleitet werden.

 

Garnelenzucht

die stetig steigende Nachfrage an qualitativ hochwertigen Garnelen war Grundlage das Gesamtkonzept der Anlage um eine hochmoderne Garnelenzucht zu erweitern. Die geplante Ausstoßmenge von etwa 110 Jahrestonnen trägt wesentlich dazu bei Fernostimporte einzuschränken und gleichzeitig die Qualität der Frischware erheblich zu steigern. Zugaben von Antibiotika und ähnlicher Stoffe werden absolut ausgeschlossen. 

 

Weinbergschneckenzucht

im Zusammenhang mit der Aquaponikanlage stellte sich die Frage welche Produkte sinnvollerweise hier zu produzieren sind. Ein Einstieg in die Gemüseproduktion ist aufgrund der Größe der Anlage nicht zielführend. Somit wurde die Gemüse/Grünfutterproduktion als Zwischenschritt für eine Weinbergschneckenanlage ins Auge gefasst und dementsprechend ausgearbeitet. Die Absatzchancen auf dem internationalen Mark, besonders nach Frankreich sind hervorragend einzustufen. Frankreich ist eines der der größten Importländer für Weinbergschnecken weltweit.

 

Fischfutterproduktion

Der enorm hohe Anfall an Schlachtrückständen bei der Verarbeitung der Fische, stellte anfänglich ein großes Problem dar. Sind doch die anfalleneden Fischreste ein großer Eiweißträger und werden als Grundstoff für die Fischfutteraufbereitung. Das wiederum führte zur Implementierung einer eigenen Fischfutteraufbereitungsanlage die einen wesentlichen Anteil am Gesamtfutterverbrauch produziert.

 

 

Standort

Der geplante Projektstandort liegt im Bezirk Hartberg/Fürstenfeld in Österreich.  

 

 


KIA-AQUAFARM  LIMITED   1100 Wien
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